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Tagungsergebnisse zum zweiten Fachöffentlichen Forum am 16./17. September 2004 in Gelsenkirchen in der Evangelischen Gesamtschule in Gelsenkirchen-Bismarck
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Der thematische Schwerpunkt des 2. Fachöffentlichen Forums im ExWoSt-Forschungsfeld Stadtumbau West lautete: "Was ist neu an Stadtumbau West?". Referate, Zwiegespräche und eine Podiumsdiskussion betrachteten aus unterschiedlichen Blickwinkeln Aspekte des "Neuen" an Stadtumbau West (das Veranstaltungsprogramm finden Sie hier). Achim Großmann, Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister für Verkehr, Bau- und Wohnungswesen fokussierte die bundespolitische Perspektive in seinem Referat "Von Pilotstädten zum Programm: Wie der Stadtumbau in westdeutschen Städten unterstützt werden kann" auf das im Sommer 2004 gestartete Städtebauförderungsprogramm Stadtumbau West. Er betonte, dass sich gerade am Veranstaltungsort Gelsenkirchen als Stadt im nördlichen Ruhrgebiet die Notwendigkeit zeige, ein Stadtumbau-Programm - ergänzend zur klassischen Städtebauförderung und zum Programm Soziale Stadt - auch für Städte in Westdeutschland zu starten. Welches Profil dieses Programm entwickeln müsse, zeigen die in 2002 und 2003 für das ExWoSt-Forschungsfeld ausgewählten 16 Pilotstädte an. Um dieses Profil für das Programm Stadtumbau West zu entwickeln, hätten sich Bund und Länder geeinigt, so Herr Großmann, kurzfristig einen Leitfaden als Arbeitshilfe zu erarbeiten, der die Aufgaben, die Handlungsfelder und die Verfahren im Programm beschreiben wird (den Redetext können Sie hier einsehen). Dr. Michael Vesper, Minister für Städtebau und Wohnen, Kultur und Sport des Landes Nordrhein-Westfalen nahm in seinem Referat aus Sicht eines von Stadtumbau-Bedarfen besonders betroffenen westdeutschen Bundeslandes eine fachpolitische Einordnung des Programms Stadtumbau West vor. Er hob hervor, dass sich in Zukunft nicht mehr alle städtebaulichen Problemlagen durch Wachstum lösen ließen. Dies habe zur Folge, dass nicht nur Erhalt und Pflege städtebaulicher Bestände in den Mittelpunkt der Stadtentwicklungspolitik rücken würden, sondern auch die Frage, wie private Investitionen mit deutlich weniger öffentlichem Aufwand qualifiziert werden können. Er sähe aber durchaus eine Chance für mehr Lebensqualität in den Städten, wenn es gelänge, Leerstände von Wohnungen, Einzelhandels- und Gewerbeflächen bei nachlassenden Grundstücks- und Immobilienwerten konsequent für eine kinder- und jugendgerechte Freiflächenpolitik oder für altengerechte Wohnangebote zu nutzen (den Redetext können Sie hier einsehen). Martin Karsten, Forschungsagentur Stadtumbau West beleuchtete das Neue an Stadtumbau West aus der Perspektive des ExWoSt-Forschungsfeldes Stadtumbau West mit seinen 16 Pilotstädten. Die neue Herausforderung in den Pilotstädten sei nach Herrn Karsten eine "Stadtentwicklung ohne Wachstum". Als Facetten dieser Herausforderung hob er neben den Verlusten an Einwohnern und Erwerbstätigen die Alterungsprozesse hervor, darüber hinaus strukturelle Leerstände bei Wohnungen, Einzelhandels- und Gewerbeflächen sowie eine Unterauslastung öffentlicher Infrastruktur. Stadtentwicklung ohne Wachstum gehe einher mit neuartigen Konzepten: Pilotstädte in Strukturkrise mit gesamtstädtischen Schrumpfungsprozessen würden Stadtumbau-Konzepte erarbeiten, die einen Gewinn städtebaulicher Qualität zum Ziel haben und dabei geschickt Stadtumbau-Strategien des Weiter- und Umnutzens bis hin zur Renaturierung miteinander verknüpfen. Pilotstädte, die nicht unter einer Strukturkrise, sondern "nur" unter den Folgen des demographischen Wandels litten, würden Stadtentwicklungskonzepte als Frühwarnsysteme entwickeln, um auf absehbare Problemlagen vorbeugend reagieren zu können. Aus diesen Konzepten resultieren auch neue Lösungen für Wohnquartiere und Innenstädte, von denen Herr Karsten einige kurz vorstellte (die Präsentation finden Sie hier (4MB)). In vier folgenden Veranstaltungsbausteinen zu räumlichen Leitbildern, Gründerzeitvierteln, Innenstädten und Großwohnsiedlungen wurde der Versuch unternommen, das Neue an Stadtumbau West anhand eines Vergleichs einer Pilotstadt aus dem ExWoSt-Forschungsfeld Stadtumbau West und einer Stadtumbau Ost-Stadt herauszuarbeiten. Dabei wurden Impulsreferate von Vertretern der ausgewählten Städte einem vertiefenden Zwiegespräch vorangestellt. Die Dokumentation folgt diesem Konzept, indem jeweils die Präsentationen der Referenten und eine Zusammenfassung der Ergebnisse des Veranstaltungsbausteins zur Verfügung gestellt werden. Veranstaltungsbaustein: Stadtumbau mit neuen Leitbildern Veranstaltungsbaustein: Stadtumbau in Gründerzeitquartieren Veranstaltungsbaustein: Stadtumbau in Innenstädten Veranstaltungsbaustein: Stadtumbau in Großwohnsiedlungen Veranstaltungsbaustein: Podiumsdiskussion "Was ist nun wirklich
neu an Stadtumbau West?"
Eine Zusammenfassung der Ergebnisse der Podiumsdiskussion finden Sie hier.
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